Wer sind wir?
Unser Weg führte uns vor vielen Jahren auf den Ober-Chanzelberg, wo wir mit unseren Maultieren ein Zuhause gefunden haben. Unsere Geschichte ist reich an Erinnerungen, Freude und tiefer Verbundenheit mit Mensch und Tier. Hier möchten wir erzählen, wer wir sind.
Neeltje
Geboren 1953 und aufgewachsen in den Niederlanden in Nijkerk und Putten op de Veluwe. Mit 10 Jahren begann meine Liebe für Shetlandponys. Samba war mein Favorit. Seit langer Zeit bestand in Nijkerk ein Ponyclub namens «De Toekomst». Schon damals waren wir etwa 40 aktive Mitglieder. Mit wenig Outfit, Reithelm und handgestrickten weissen Reithandschuhen aus Baumwolle übten wir die Quadrille und Dressur. In den Sommerferien veranstalteten wir jeweils eine Reitwoche, verluden die Ponys in einen Trailer und verreisten mit Sack und Pack.
Bis heute erinnere ich mich gerne an diese Zeit zurück. Das ist sicher auch ein Grund, weshalb ich heute Reitferiencamps für Kinder mit viel Freude anbiete. Eine Kombination von vielen Facetten des Seins und Fühlens mit Mensch und Tier.
Zurück zu meinem Lebenswandel … Mit 20 bin ich in die Schweiz gereist. Habe mich bis über beide Ohren in Toni, die Natur und die Berge verliebt. In Holland lernte ich damals Landschaftsgärtnerin. Arbeitete in Zürich im Herbarium der Sukkulentensammlung, absolvierte später den Vorkurs an der Kunstgewerbeschule und wurde Mama von Franziska und Rafael.
Kurz vor Rafaels Geburt zog es uns ins Luzerner Hinterland auf den Ober-Chanzelberg. Dort haben wir sozusagen unsere neue Heimat gefunden. Mit 31 Jahren schloss ich noch die Ausbildung zur Floristin ab und führte in Willisau 8 Jahre lang ein Blumengeschäft. Toni und ich sind 45 Jahre lang glücklich verheiratet gewesen. Unsere Kinder haben Familien gegründet, und wir sind stolze Grosseltern von Max und Ella, Elia und Lou und Neil.
Am 3. November 2020 ist Toni plötzlich an einer Hirnblutung verstorben, und wir vermissen ihn sehr! Er hat mit viel Elan uns köstlich bekocht, und wir haben ihn unzählige Male dafür beklatscht. Wir, die Mulis und ich, machen weiter und schauen vorwärts und hoffen, vielen Kindern und Erwachsenen weiterhin Freude zu bereiten im Umgang mit den Mulis und bieten das Erlebnis des wunderbaren Seins auf dem Ober-Chanzelberg!
Seit über 35 Jahren arbeite und lebe ich mit Pferden, Maultieren und Eseln. Habe mich immer sehr für Bodenarbeit interessiert.
Belegte Kurse mit Pferden bei Pat Parelli, Alfonso Aguilar und Linda Tellington-Jones. Weiter habe ich das Fahr- und Reitbrevet absolviert und sammle und lese Fachbücher über die Maultier- und Pferdewelt. So startete ich vor mehr als 27 Jahren mit dem Maultierreiten für Kinder und Erwachsene.
Auf dem Ober-Chanzelberg im Napfgebiet fühlen wir uns immer noch pudelwohl. Mit uns leben Foski, Tarzan, Chrigel, Orfeo Negro, Franco, Oscar und die Mulidame Mula sowie Katzendame Cleo.
Wir alle planen auf ein Wiedersehen mit Euch … so long.
Die Bewohner des Ober-Chanzelberg
Wir möchten uns gerne selber vorstellen:
Wir wohnen zu siebt in unserem Offenstall im Herdeverband. Wir sind fast alle Maultiermänner namens Tarzan, Chrigel, Foscolo, Orfeo-Negro, Franco, Oscar und Mini-Mulidame Mula.
In schwülen Sommernächten weiden wir auf unserer «Prärie», weil die Fliegen und Mücken uns dann gar nicht belästigen können. Wir sehen besser als die Menschen im Dunkeln und brauchen keine Nachtbrille. Wir Tiere sind durch artgerechte Haltung sehr zufrieden und ausgeglichen und bereiten den Menschen eine wahre Freude.
Im Winter sind wir auch immer auf «Trab» … oder sch(reiten) mit unserem Bärenkleid durch wattige Sphären. Seit einigen Jahren haben wir auf Barhuf umgestellt … und brauchen nur im Sommer, wenn nötig, Hufschuhe. Jedes Tier hat seine eigene Garnitur Hufschuhe, welche passen.
Maultiere sind eine Kreuzung von Pferdestute und Eselhengst und zeichnen sich durch Gutmütigkeit gegenüber dem Menschen aus. Sie sind trittsicher im Gelände und wunderbare Reittiere.
Heute beherbergen wir 8 Maultiere in einem Offenstall mit Herdenhaltung. Dies ist für die Maultiere eine optimale Haltungsform, sie entspricht ihren Bedürfnissen und wird belohnt durch Ausgeglichenheit und Zufriedenheit. Im Sommer stehen grosse Weiden zur Verfügung, die natürlich rege benützt werden.